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Fahrt nach Schweden

Lange, lange haben wir auf diesen Moment gewartet. Alle Sachen sind gepackt.....sagenhaft, wieviele Dinge wir erneut nach Lappland mitnehmen. Michi fährt mit dem Wohnmobil und dem alten Anhänger, ich fahre mit dem Fiat und dem neuen Anhänger vollbeladen los. Die Fahrt durch Deutschland verläuft super. Obwohl wir die Hunde regelmässig versäubern lassen und ihnen Bewegung ermöglichen, sind wir sehr rasch in Hamburg. Nach Hamburg werde ich ein bisschen müde und halte mich mit sehr lauter Musik wach. Wenn mich jemand beobachten würde...Jedenfalls wirkt die Musik Wunder und ich fahre tapfer hinter Michi her weiter Richtung Dänemark. Die kurze Überfahrt mit der Fähre nach Dänemark verläuft ohne Vorkommnisse. Wir essen etwas und kaufen für Marco einen Whisky ein. Er hat am Dienstag Geburtstag und wir freuen uns aufs Geburifest mit unseren Freunden. Bereits im Sommer 07 war rund um Kopenhagen eine grosse Baustelle. Ich frage mich, ob die Dänen überhaupt etwas daran gearbeitet haben. Die Baustelle sieht meiner Meinung nach immer noch gleich aus.....es ist saudoof zum Fahren..holper..holper...es schüttelt uns ganz schön durch. Endlich nach gut 2 Stunden kommen wir in die Nähe von Helsingör. Da es uns beiden sehr gut geht, beschliessen wir, die Fahrt nach der Fähre fortzusetzen und ca. 1/2 Std. nach Helsingborg auf einer Raststätte zu übernachten. Ich freue mich aufs Bett, denn wir sind nun seit 9.00 Uhr unterwegs. Am zweiten Kreisel in Helsingör rumpelt der Fiat und tönt ganz komisch.....ich gebe Gas....irgendetwas stimmt nicht mit dem Sch...wagen. Der Fiat stellt an der nächsten Ampel ab. Ich kann den Motor nur noch mit grosser Mühe starten. Ich telefoniere Michi, der vor mir fährt, dass mit dem Fiat etwas nicht stimmt. An einer Bushaltestelle mitten in Helsingör halten wir an. Der Fiat stellt den Motor selbstständig ab....nichts tut sich mehr....tot. Das darf ja wohl nicht wahr sein. Jetzt sind wir so kurz vor der Überfahrt nach Schweden und diese Karre gibt den Geist auf. Wir sind müde, haben Hunger, sollten die Hunde bewegen usw......wir sind kurz vor einer Krise. Trotz gefluche und Gebet, der Wagen springt nicht mehr an. Ganze 3 Stunden dauerte es, bis sich ein Däne bequemte unseren Wagen abzuschleppen und dies mitten in der Nacht. Wir stellen uns auf eine lange Wartezeit ein, denn die Dänen arbeiten am Samstag nicht. Zudem ist in Dänemark Ferienzeit, also keine Chance für uns, einen Dänen dazu zu bewegen, unseren Wagen anzuschauen. Wir stehen auf einem Vorplatz der Abschleppfirma. Zum Glück können wir ein Stake-out machen und unsere Hunde versäubern lassen. Etliche Telefonate mit der Mobi24 finden statt. Die Versicherungsleute geben sich sehr grosse Mühe, zeigen Verständnis, mobilisieren alles was möglich ist....Es wird Montag werden, bis wir erneut abgeschleppt werden und zur Garage gebracht werden. Das darf doch nicht wahr sein....Wir sind wütend......todmüde.....enttäuscht, dass ausgerechnet uns diese Scheisse passiert. Der Fiat war kurz vor unserer Abreise noch in der Garage zur Überprüfung....warum ist er dort nicht bereits kaputt gegangen, warum arbeiten die Dänen am Samstag nicht? Es ist zum Verzweifeln. Wir schlafen uns einmal aus und schauen dann weiter. Am späteren Vormittag des Samstags lade ich die Hunde aus. Einzeln, denn ich gehen mit jedem eine Runde spazieren. Lena und Inuk haben ihren Spaziergang gehabt, die beiden lade ich wieder in ihre Boxen. Danach gehe ich kurz ins Womo, um Michi zu wecken. Als ich zurück zu den Hunden komme, traue ich meinen Augen nicht....wo sind Lena und Inuk? Gerade waren die beiden noch da, sch...die sind ausgebüchst, das darf doch nicht wahr sein. Ich bin geschockt, schreie ihren Namen, springe rund um das Industieareal in der Hoffnung, die beiden Ausreisser zu sehen, erfolglos. Verzweiflung macht sich breit. Wir stehen in einem fremden Land in einer unbekannten Gegend und suchen unsere Hunde......wir stehen beide kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Zwei Männer aus der Nachbarschaft zeigen sich bereit, die beiden Hunde mit dem Auto suchen zu gehen. Wir laden den Quad aus dem Fiat aus. Ein Mann erscheint bei uns und informiert, dass 1 Hund gefunden wurde. Die Polizei sei informiert worden, dass ein Hund im Wald rumläuft. Gott sei Dank.....wir hoffen dass es Lena ist. Ich mache mich mit dem Mann im Auto auf den Weg und siehe da. Inuk sitzt gemütlich im Kofferraum eines Autos. Eine Familie hat Inuk im Wald gesehen und ihn eingefangen. Inuk hat Gudelis und Wasser erhalten und schien sehr zufrieden, obwohl er 4 Pfoten aufgeschürft hatte. Dieses A....., er lernt wirklich nichts. Glücklich darüber, wenigstens einen Hund wiedergefunden zu haben, machen wir uns auf den Weg zurück zum Womo. Michi macht sich anschliessend mit dem Quad auf den Weg Richtung Wald. Da viele Leute im Wald spazierten, informierte er alle darüber, dass wir einen Hund suchen. Inzwischen sind fast 4 Stunden vergangen. 4 Stunden lauter Bangen und Hoffen, es ist ein ungutes Gefühl zu wissen, dass irgendwo da draussen unsere Lena herumirrt und vielleicht sogar in Gefahr ist. Ich setze mich auf den Quad und gehe erneut in den Wald suchen. Kurzer Anruf von Michi,...eine Tierärztin, die mit ihrem Pferd im Wald unterwegs ist, hat Lena gesehen. Ich gehe genau an diese Stelle und rufe ihren Namen...nichts.....Während ich erneut mit Michi telefoniere, schreit Michael plötzlich, Lena kommt......Lena, Lena, komm her......Ich traue meinen Ohren nicht. Lena ist zurück zum Womo gekommen....Ich starte den Quad und fahre etwas aufgewühlt zurück zum Womo. Jetzt überkommen mich meine Gefühle....der Druck lässt nach und ich weine vor Erleichterung...unsere Lena ist alleine zurück gekommen....unglaublich aber wahr. Jetzt kann es nur noch gut kommen. Sch...haben wir nun definitiv genug gehabt. Der Sonntag verläuft ruhig. Wir führen einige Telefonate mit der Mobi24, organisieren den Transport zur Garage, ansonsten tun wir nichts. Am Montagmorgen um 07.00 Uhr machen wir die Herren Abschleppdienst darauf aufmerksam, dass es jetzt eigentlich Zeit wäre, uns zur Garage zu fahren....mann sind die Dänen langsam, denen schläft das Gesicht ein. Den ganzen Montag stehen wir mit unserem Womo vor der Garage. Ausser dass die Mechaniker den Motordeckel geöffnet haben, passiert nichts. Ich werde wütend und gebe den Typen klar und deutlich zu verstehen, dass sie nun endlich vorwärts machen müssen. Die Mechaniker und der Chef reagieren gelassen, tun so als ob es sie nichts angehen würde....das darf doch nicht wahr sein. Jetzt stehen wir seit Freitag Nacht in Dänemark und die Herren Dänen tun nichts. Die Leute von der Mobi24 machen Druck, etliche Telefonate hin und her finden statt. Da die Einspritzdüse kaputt ist, und die Garage keine solchen Teile an Lager hat, beschliesst die Mobi24 einen Mann von Zürich nach Kopenhagen zu schicken um diese Teile hoch zu bringen. Wir fahren am Montagabend zurück nach Kopenhagen und holen die Ersatzteile am Flughaben ab. Noch am Montagabend bringen wir die Teile zur Garage in der Hoffnung, dass die am Dienstagmorgen mit Reparieren anfangen. Es stimmte uns schon nachdenklich. Die Dänen sind nicht in der Lage, zu einer angemessenen Zeit diese Ersatzteile zu besorgen, die Schweizer jedoch schicken innerhalb von 4 Stunden einen Mann aus der Schweiz nach Kopenhagen mit den erforderlichen Teile. Wir übernachten in Helsingör auf dem Campingplatz und freuen uns, am Dienstagnachmittag den Fiat repariert in Empfang zu nehmen. Voller guter Hoffnungen machen wir uns am Dienstagmorgen früh auf den Weg zur Garage. Bereits um 10.00 Uhr stellte sich heraus, dass auch noch der Zilinderkopf kaputt ist....wir sind wütend, denn diese Feststellung hätten die Arschl...bereits am Montag machen können, hätten die da schon etwas am Wagen gemacht. Es ist wirklich wie verhext, nichts läuft so wie es müsste. Wir sind erneut kurz vor dem Ausflippen, überlegen, was wir nun machen. Nach vielen Telefonaten mit der Mobi24 entschliessen wir uns, ohne Fiat und Anhänger nach Schweden weiterzureisen. Die 5-Tage Frist für die Hunde (Gesundheitsattest des Tierarztes) läuft heute Dienstag ab, und wir wollen nicht auch noch am Zoll Probleme kriegen. Der Geburtstag von Marco ist nun auch bald zu Ende, wir sind am Ende. Wir spielen auch mit dem Gedanken, die Ferien abzublasen und in die Schweiz zurück zu kehren. Ich hatte die glorreiche Idee, Jeannine zu fragen, ob sie ev. bereit wäre, den Fiat in einer Woche mit nach Gafsele zu nehmen, denn sie wird mit ihren Eltern auf Besuch kommen. Sie will mir am Dienstagabend Bescheid geben. Wir packen die nötigsten Sachen aus dem Fiat aus und verstauen alles im Womo und neuen Anhänger. Wir sind total überladen....uns bleibt jedoch nichts anderes übrig. Ufff, jetzt fahren wir los Richtung Fähre. Ein etwas mulmiges Gefühl haben wir schon, der Quad und diverse andere Sachen müssen wir im Fiat zurücklassen. Ob wir dieses Zeug jemals wiedersehen werden....wir wissen es nicht. Weiter geht die Reise Richtung Stockholm. Kurz vor Sundsvall können wir nicht mehr. Wir müssen schlafen. Hier hat es bereits Schnee....jupi, wenigstens etwas, was uns freuen lässt. Am nächsten Morgen, es ist nun schon Mittwoch und wir sind bereits 6 Tage unterwegs, fahren wir weiter Richtung Gafsele. Die Strassenverhältnisse werden schwieriger. Es ist eisig und die Schneemassen nehmen zu. Die Landschaft wird immer schöner, der Verkehr nimmt ab. Nur noch ab und zu begegnet und ein Auto. Kurz vor 14.00 Uhr fahren wir bei Klaus Starflinger am Haus vorbei. Jetzt sind es nur noch wenige Meter bis zu unserem Traum. Endlich, endlich, endlich sind wir am Ziel. Der Schnee in der Hauseinfahrt wurde wie vereinbart vom Bauer geräumt. Super, wenigstens das hat gut geklappt. In Gafsele liegen ca. 70 cm Schnee. Super Wetter...alles wird gut.
23.2.08 17:54
 


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